• Letzte Gemeinderatssitzung im Jahr 2017, traditionell gehören die letzten Worte dem dienstältesten Gemeinderat

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    Frau Bürgermeisterin, Herren Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen,

     

    wieder geht ein Jahr zu Ende und für die komplette Verwaltung und den Gemeinderat war es sehr intensiv. Man kann heute gar nicht alles aufzählen, was beschlossen, umgesetzt und in 2018 ansteht. 

    Es passieren auch Dinge, die eigentlich bis jetzt nicht vorstellbar waren. Deutschland nach der Bundestagswahl im September ohne Regierung. Papst Franziskus will das Vaterunser reformieren. Nordkorea droht den USA mit Krieg, alles das betrifft auch uns. 

    So ist es segensreich, dass es eine kommunale Selbstverwaltung gibt. Wir haben dafür zu sorgen, dass es unseren Bürgerinnen und Bürgern gut geht, dass die Wirtschaft mit moderater Gewerbesteuer belegt wird, dass die Bildung auf vorderster Agenda steht. 

    Eine Zahl muss jedoch für uns alle erschreckend sein. In Ulm gelten 28,9 % der Kinder unter 15 Jahren und 13,9 Prozent der Erwachsenen als von Armut gefährdet. Fälle von verdeckter Armut sind eingerechnet. Das sind fast 5000 Ulmer Kinder. Wir liegen dabei über dem Schnitt von BW und dem Bund.

    Auch eine andere Zahl passt nicht in unser Wohlstandsland. Von rund 400 000 bisher, zahlen 700 000 Väter und Mütter keinen Unterhalt für ihre Kinder. Manchmal weil sie nicht können, aber auch weil sie nicht wollen. In diesen Fällen springt die Stadt vorerst ein. 

    Wir konnten dieses Jahr wichtige Schaltstellen besetzen, wie z.B. Museum Ulm, Theater Ulm, Ulmer Musikschule, Gebäudemanagement, Verkehrsplanung und Straßenbau, Friedhof und Bestattungswesen. 

    Das einzige städtische Alten- und Pflegeheim ist mit einem Neubau in den Alb-Donau-Kreis übergegangen. Wir hoffen, dass sich unsere älteren Menschen im Ulmer Süden dort wohlfühlen werden. 

    Die Flüchtlingsthematik hat sich auch in Ulm beruhigt. In den Sozialräumen wird viel ehrenamtlich geleistet. 

    Wir muten unserer Bürgerschaft mit dem Neubau der Linie 2 enorm viel Unannehmlichkeiten zu, diese sind jedoch abzusehen und es wird nach der Fertigstellung auch der Sedelhöfe wieder einigermaßen Normalität einkehren. Eine offene Baustelle, sag ich mal so, ist die Entscheidung für den Orange Campus. Wir haben und werden es uns nicht leicht machen, die Finanzierung mit dem kleinstmöglichen Risiko zu überprüfen.

    Das Internationale Donaufest steht in 2018 an und in 2019 Kommunalwahl. Es ist anzunehmen, dass der Wahlkampf bereits im Herbst 2018 beginnen wird. Dazu ist zu wünschen, dass dieser sachlich und fair geführt wird. 

    Dies ist nur ein kleiner Abriss des Stadtgeschehens.

    Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die täglich, auch sonn- und feiertags, für unsere Sicherheit im Einsatz sind. Feuerwehr, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, Polizei und alle Rettungskräfte. Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern und Altenheimen. 

    Heute gilt es, den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auch denen in den städtischen Gesellschaften, für ihre zuverlässige Arbeit Dank zu sagen, mögen sie mit ihren Angehören ein friedliches Weihnachtsfest genießen können. 

    Dieser Dank gilt ebenso den Ortsverwaltungen mit ihren Ortschaftsräten.

    Die RPG`s, die sich auch ehrenamtlich für das Wohl und die Belange in den Sozialräumen einsetzen, sollen ebenfalls nicht vergessen werden. 

    Uns Allen wünsche ich dasselbe, viel Kraft für die Bewältigung der Alltagssorgen unserer Bürgerinnen und Bürgern im neuen Jahr 2018, denn wir sind die unmittelbaren Ansprechpartner.

     

    Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

     

     

    H.Malischewski

    1. Dezember 2017