• Biber und kein Ende in Sicht

    anders als in Bayern haben wir keinen Problembär, sondern viele Problembiber

    Rechtzeitig für die Fasnetszeit, ein Antrag dazu von Helga Malischewski.

     

    Biberproblematik in ganz Baden-Württemberg 

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    leider hat sich zu obengenannter Thematik nichts Neues getan, nur dass die Landwirtschaft auch in Um und Umgebung erheblich weiter darunter leidet. Bereits im Jahre 2016 äußerte sich der Bauernbund-Geschäftsführer Jung, Biber seien keine bedrohte Art mehr, sondern eine Landplage. Vor allem in den hochwassergefährdeten Gebieten sind sie zunehmend ein Problem, die Nager setzen Äcker und Wiesen unter Wasser, wie  z.B. den Binsenweiher in Wiblingen.

    Eine Unterstützung über einen Entschädigungsfond gibt es in Baden-Württemberg nicht, dafür aber in Bayern.

    Völlig unverständlich ist, dass wir als Grenzgebiet über die Iller und Donau andere Vorschriften haben als Bayern, dort werden Problem-Biber von Jägern erlegt. So weit wollen wir ja nicht gehen, sondern über eine Auswilderung nachdenken. Mir ist bewusst, dass das Regierungspräsidium Tübingen dafür zuständig ist, aber dort herrscht eine äußerst strenge Haltung, das eine Ausnahmegenehmigung für Umsiedlungen  nicht erteilen will.

    Bereits Ende 2017 wurden sechs Biber in Lebendfallen gefangen und umgesiedelt. Diese hatten den Potsdamer Schlosspark Sanssouci massiv besiedelt.

    Als Mitglied der Biberkommission

     

    beantrage ich daher, Informationen und Erkenntnisse in

                                       Potsdam zu erfragen, wie erfolgreich die Aktion war.

     

    Anlässlich unserer letzten Schachtelfahrt hätte ich ein ideales Gebiet ausgemacht und zwar das Donaudelta, dort ist Natur pur und der Biber hätte für immer seine hervorragende Überlebenschance.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helga Malischewski

    Stadträtin

     

    1. Februar 2019
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    Problembiber in Ulm ?

     

     

    Herrn Oberbürgermeister
    Ivo Gönner
    Rathaus

    89073 Ulm

    Problembiber auch in Ulm
    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    wie aus der Presse zu erfahren ist, haben auch viele andere Landkreise und Städte große Probleme mit Bibern.Weil sich die Tiere immer mehr ausbreiten, überarbeitet die Landesregierung ihr bisheriges Bibermanagement, außerdem erstellt die Uni Freiburg dazu eine Studie, die im Frühjahr 2016 vorliegen soll.

    In Dischingen (Landkreis Heidenheim) erlaubte das Regierungspräsidium im April 2015 den Abriss eines Futterdammes, der nahe Felder unter Wasser setzte, man könne auch mal Tiere umsiedeln. Bei uns war bisher die Meinung, dass die Biber unantastbar sind, egal welche Schäden angerichtet werden, auch wenn z.B. Wege unterhöhlt wurden, ein Kinderspielplatz teilweise nicht mehr benutzbar war (Friedrichsau)
    Ebenso ist die Landwirtschaft an verschiedenen Stellen stark betroffen.

    Aus diesen Gründen stelle ich den Antrag

    dass das zuständige Referat im Landwirtschaftsministerium,
    Leiter Herr Wolfgang Kaiser, über die bisherigen und bestehenden
    Problembereiche und Schäden in Ulm, ebenso die bisherigen
    Aufwendungen der Stadt Ulm für Sicherungen, informiert wird und diese in die Überlegungen in das neue Bibermanagement einfließen.

    Zu der Thematik noch eine Anmerkung: Seit 2008 hat Bayern einen Fonds, der Betroffenen Biberschäden ersetzt und dafür 450 000 € jährlich zur Verfügung stellt. Baden-Württemberg lehnt das ab.
    Mit freundlichen Grüßen

    Helga Malischewski
    Mitglied der Biberkommission

    UL_WWG_Malischewski

     

     

     

    Bildrechte: M.Großmann/ pixelio.de