• Erschließung Hülenweg in Jungingen

     

    Erschließung Hülenweg 6

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    der vorhabenbezogene Bebauungsplan Hülenweg 6 wurde am 7. Juli und am 20. Oktober im FB Stadtentwicklung beraten und beschlossen. In beiden Sitzungen wurde u.a. von mir die Abwasserbeseitigung und Erschließung angesprochen. (siehe Niederschriften vom 7.7. und 20. 10. 2015) Auch im Durchführungsvertrag wurde darauf hingewiesen, siehe (§10 Durchführungsvertrag). Die Verwaltung hat in beiden Sitzungen zugesagt, sich mit dem Thema zu befassen. Dieser Tage erfahre ich, dass mit den Kanalbauarbeiten begonnen wird. Allerdings wird dazu die vor einem Jahr unter erheblichem Kostenaufwand neu gestaltete Ortsmitte im Bereich Hülenweg / Albstraße wieder für den Anschluss des Kanals aufgebaggert. Schilda lässt grüßen.

    Für mich stellen sich folgende Fragen:

    Ist die im Flächennutzungsplan ausgewiesene Bebauung südlich des Hülenweg wenigstens jetzt berücksichtigt?

    Entstehen Mehrkosten durch die Änderung des Kanalanschluss, wenn ja, wer trägt die Kosten?

    Ist gewährleistet dass die neu erstellten Straßen mit den verschiedenen nicht gerade billigen Belägen (siehe Kostenfortschreibung) im jetzigen Zustand erhalten bleiben? Wie lange besteht eine Gewährleistung für Risse und Setzungen?

    Meine Verärgerung wäre sicher geringer, wenn nicht das Thema in beiden Sitzungen von mehreren GR Mitgliedern angesprochen worden wäre. So entsteht jetzt der Eindruck, dass der GR die Themen folgenlos anspricht.

    Ich bitte um einen zeitnahen Bericht.

    Herzliche Grüße

     

    Gerhard Bühler

  • 616161_web_R_K_B_by_Martin Berk_pixelio.de

    Vergabe von Straßennamen

    wie ist in Ulm die Vergabe von Straßennamen geregelt?

    Zur Klärung haben wir einen Antrag an OB Zisch gestellt.

     

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    im Land obliegt es den Kommunen über Straßennamen zu entscheiden. Für die Namensentscheidungen sind meist die Gremien verantwortlich. In der Vergangenheit wurden Vorschläge von Gemeinderäten unseres Wissens nicht in einem Gremium/Gemeinderat behandelt und meistens auch abgelehnt. Der Gleichstellungsgedanke, Frauen bei der Namensvergabe zu berücksichtigen, ist auch nicht sehr ausgeprägt.

    Beispiel: Stadtrat Udo Botzenhart

    abgelehnt 2014 mit der Begründung, dass Personen zehn Jahre verstorben sein müssen

    Gibt es in Ulm eine Satzung oder Richtlinien für dieses Thema?

    In der Vergangenheit wurde nach unserer Kenntnis Vorschläge von der Verwaltung gemacht und in keinem Gremium, außer vielleicht im Ältestenrat, bekanntgegeben.

    Wir bedanken uns für die Beantwortung unserer Fragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    R.Eichhorn                            G.Bühler                                 H.Malischewski                                 Dr.R.Reck

     

    Fraktionsvors.                                     Stellvertretene Fraktionsvorsitzende

     

    1. September 2016

     

    Bildrechte:  Martin Berk/pixelio.de

  • Lärmschutz im Ulmer Norden

    Die Bürgerschaft in Jungingen und Lehr beklagt die erhöhte Lärmbelastung durch den zunehmenden Verkehr.

    Lärmschutzmassnahmen sind bislang nicht vorgesehen. Wir haben deshalb einen Antrag gestellt um nochmals Lärmmessungen durchzuführen.

     

    Lärmschutz – Messungen

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    die Verkehrsentwicklung im Ulmer Norden nimmt ständig zu. In wenigen Wochen beginnt der Ausbau des Doppelanschlusses Ulm-West / Ulm-Nord. Mit der Zunahme des Verkehrs steigt auch die Lärmbelastung der benachbarten Ortschaften. Leider waren die Bemühungen im Zuge des Ausbaues der A 8 einen Lärmschutz zu erhalten, nicht erfolgreich. Über 900 Unterschriften allein in Jungingen für einen besseren Lärmschutz und die langjährigen Bemühungen der Einwohner aus Lehr für lärmmindernde Maßnahmen entlang der B 10 wurden immer wieder von den zuständigen Behörden abgetan. Als Argument diente wiederholt der Hinweis auf entsprechende Berechnungen der Lärmwerte.

    Die Lärmeinwirkung in den beiden Orten hielt sich allerdings nicht an die Berechnungen, sondern nimmt verstärkt zu. Die Glaubwürdigkeit der Berechnungen wird immer wieder in Zweifel gezogen.

     

    Wir bitten Sie um Lärmmessungen an verschiedenen Punkten, um nicht zuletzt auch die Lärmquellen besser verorten zu können. Die Messstellen, der Zeitpunkt und die Häufigkeit der Messungen sollen von den beiden Ortschaftsräten in Jungingen und Lehr festgelegt werden.

     

    Wir erwarten damit eine bessere und glaubwürdigere Aussage über die tatsächlichen Lärmwerte und somit eine Grundlage für gezielte Maßnahmen.

     

    Herzliche Grüße

    Gerhard Bühler                                               Dr. Gisela Kochs

    Stadtrat                                                           Stadträtin

  • Unser Antrag für einen neuen Bücherbus

     

    Antrag auf Ersatzbeschaffung für den derzeitigen Bücherbus


    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

     

    die Präsentation von Fahrbibliotheken, die gestern auf dem Münsterplatz anlässlich des Bibliotheksjubiläums stattfand, brachte wesentliche Informationen zur Bedeutung, zur Akzeptanz und zum Betrieb der Bücherbusse in verschiedenen Städten Baden-Württembergs, nicht zuletzt in Ulm.

     

    Für die Stadtteile und Ortschaften Ulms, die nicht in der Nähe der Zentralbibliothek oder ihrer Zweigstellen gelegen sind, ist der Bücherbus ein sehr wichtiges kulturelles und pädagogisches Angebot der Stadt. Alle dort Ansässigen, besonders aber Familien mit kleinen Kindern, Mitbürger*innen in fortgeschrittenem Alter, Menschen mit Behinderungen und alle anderen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erhalten so vereinfacht Zugang zu den Büchern und anderen Medien der Bibliothek. Zahlreiche Kooperationen mit Schulen und Kindertagesstätten tragen wesentlich zu Lesefertigkeit und –freude und damit zur Bildung unserer Kinder bei. Die hohe Anzahl der Ausleihen bestätigt die Akzeptanz.

     

    Die Nutzungsdauer eines Bücherbusses liegt erfahrungsgemäß bei maximal 25 Jahren, wie gestern zu erfahren war. Da unser Fahrzeug demnächst 20 Jahre im Dienst ist und die Produktion eines solchen Spezialfahrzeugs einen erheblichen Vorlauf benötigt, steht in absehbarer Zeit der Ersatz des derzeitigen Bücherbusses an.

     

     

    Die Unterzeichnenden aus der FWG-Fraktion stellen daher hiermit den Antrag, die Anschaffung eines neuen Bücherbusses in die Planung der Stadt für einen der nächsten Haushalte aufzunehmen.

     

     

    Mit freundlichen Grüßen

     

    Dr. Gisela Kochs                 Helga Malischewski                       Hanni Zehendner

     

     

     

     

    Gerhard Bühler                   Karl Faßnacht

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • FWG Valentin 2016-307

    Wohnbaudebatte im Gemeinderat am 23. März 2016

     

    Redebeitrag von Gerhard Bühler

     

    Bei der letzten Wohnbaudebatte habe ich mir folgendem Satz begonnen:

     

    Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen von uns Menschen. Wohnen ist aber nicht nur Unterkunft, sondern zeigt auch ein gutes Stück Gesellschaft, also den Umgang miteinander

    und prägt eine Stadt und Ihr Umfeld. So ist es gut und wichtig dass sich der gesamte Gemeinderat  immer wieder über die grundsätzliche Ausrichtung unterhält.

     

     

    Seit langem sehen wir nun der heutigen Wohnbaudebatte entgegen.

    Immer wieder wurde im FB Stadtentwicklung auf die anstehende Aussprache verwiesen:

     

     

                Bezahlbarer Wohnraum

                Innenentwicklung

                Nachverdichtung

                Baugemeinschaften

                Neuausrichtung Wohnbauförderung

     

    Dies sind nur einige Schlagworte, welche uns immer wieder beschäftigen.

    Doch die Frage sei erlaubt, was wird sich am Ende der heutigen Sitzung ändern ??

     

     

    Warum brauchen wir mehr Wohnraum ??

    Die Idee kommt mal ausnahmsweise aus  keinem Gutachten, sondern wird aus der Erfahrung von 2 Komponenten abgeleitet:

     

    • Wir haben jetzt schon eine verstärkte Zuwanderung aufgrund unserer attraktiven Lage, als Beispiel sei S 21 genannt, und eine gute  Wirtschaft im Großraum Ulm.

     

    • Integration von anerkannten Zuwanderungen.

     

    Desshalb ist es sicher richtig und gut, rechtzeitig darüber nachzudenken und auf die anstehenden Bedürfnisse und Änderungen  zu reagieren.

    Wobei anzumerken ist, dass auch das in 2011 gesetzte Ziel mit Schaffung von jährlich 350 Wohneinheiten  nicht ganz erreicht wurde!

    3.500 WE in 5 Jahren ist also unser neues Ziel.

     

    Wir legen starken Wert darauf, dass die Ausgewogenheit zwischen

    Mietwohnungen

    Eigentumswohnungen

    Einfamilienhäuser erhalten wird und somit die Strukturen erhalten bleiben.

    Wir müssen Wohnraum für alle bieten !!

     

    Preisgünstiges Wohnen

     

    Ein Begriff, der sich gut anhört, aber leider vielseitig interpretierbar ist!

    Was ist preisgünstig?

    Was ist bezahlbar?

    Was ist mir eine Wohnung wert im Anteil an meinem verfügbaren Einkommen?

    Welche Standard Ansprüche stelle ich an eine Wohnung?

     

    Diese Aufgabe wird uns zusammen mit Bund und Land noch einige Zeit beschäftigen. Ansätze sind ja inzwischen sowohl beim Bund (Bündnis für bezahlbaren Wohnraum) in der Kabinettsvorlage sind Abschreibungen im Neubau als auch bei der Aufstockung der Landeswohnraumförderung vorhanden.

    Was wir als Kommune dazu beitragen können, haben Sie ja in der Vorlage beschrieben,

    nämlich nicht die LBO und die BBO und die EnEF noch zusätzlich toppen. Wir sind dankbar, dass die Verwaltung diese, von uns immer wieder angeregte Punkte, aufgenommen hat.

     Preisgünstig wohnen  setzt auch preisgünstig bauen voraus!

          Kleines Beispiel: die EnEF 2016 steigert die Preise  um ca.8 %, die Einsparung

    an CO 2 beträgt aber gerade mal 0.02 %

     

    Bereits beim Bau auf Kostengünstiges bauen achten.

    Verstärkt  Baufelder ( Cluster) an mehrere Bauträger vergeben.

    -Erschließung   Baunebenkosten .

    wie z.B.  Bachstraße

     

     

    Sind 700 WE überhaut realistisch im Handwerk machbar ??

     

     

    Innenentwicklung:

    Mit Augenmaß, nicht um jeden Preis eine Nachverdichtung, nicht jeder Garagenhof

    eignet sich für ein neues Haus…Wohnqualität  darf nicht vernachlässigt werden.

     

    Behutsames Vorgehen.. Behandlung im Gemeinderat, wenn noch keinerlei Vorgaben oder Planungsleistungen vergeben sind.

     

     

    Hinweis auf unseren Antrag vom 19.10 2010 Flächennutzungsplan über Diskussion in den Ortschaften betreffend einer aktiven Innenentwicklung (Förderprogramme Umweltministerium)

     

     

     

    Außenentwicklung mit einbeziehen um einen Gleichklang herzustellen.

     

    Stadt bauen, heißt bauen in die Zukunft, bauen für über 100 Jahre.

    Mischung von Kleingewerbe und Wohnen in neuen Gebieten ( Weststadt – Magirusstr.)

     

    Also die Arbeit geht uns zusammen mit der Verwaltung nicht aus.

     

    Ständiger Prozess der Stadtentwicklung, nicht nur in Ulm, sondern Wohnbaudebatten

    Im ganzen Land, gut dass wir wenigstens einen ausreichenden FNP haben, und diese Diskussion nicht auch noch parallel führen müssen.

     

     

    Gerhard Bühler

     

     

  • IMG_2183

    Besuch der FWG Fraktion in Stuttgart

     

    Exkursion der FWG Fraktionsgemeinschaft in Stuttgart

    Neubaustrecke Stuttgart-Ulm

     

    Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm bewegt die Menschen. Ein neuer Hauptbahnhof, zwei neue Stadtviertel in der Landeshauptstadt und 120 Kilometer neue Gleise werden entstehen.

     

    Begonnen haben wir mit der Ausstellung im historischen Bahnhofsturm mit Besucherführung auf mehreren Ebenen. Das Bahnprojekt ist nicht nur ein Verkehrsinfrastrukturvorhaben, sondern für die Landeshauptstadt auch eine großes Kapitel Städtebau.

     

    Das Bahnprojekt schafft neue Möglichkeiten, auf einer Ebene wird gezeigt, welche Wege die Züge des Regional- und Fernverkehrs künftig durch die neue Infrastruktur nehmen und was dies für die Fahrgäste auf dem Weg in oder durch Baden-Württemberg bedeutet. Auf der Leinwand braust ein ICE durch Tunnel- und über Brückenbauwerke auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Ulm nach Stuttgart.

     

    Der 14,6 km lange Albaufstieg gilt als spektakulärster Abschnitt der Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm. Zwei Tunnel und die 485 Meter lange Filstalbrücke werden von März 2013 an gebaut. Die Rohbauarbeiten sollen im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

    Wenn man bedenkt, dass heute auf der Geislinger Steige teilweise nur 70 Stundenkilometer gefahren werden und auf dem neuen Streckenabschnitt durchgehend 250 Stundenkilometer, bedeutet dies eine gewaltige Zeiteinsparung.

     

    Es schloss sich noch eine Baustellenbesichtigung an. Überwältigend war, welche Herausforderungen an das Ingenieurwesen gestellt werden. Vor allem das Grundwassermanagement hat höchste Priorität.

     

    Wir können nach diesen Eindrücken nur vielen Ulmerinnen und Ulmer empfehlen, diese Entwicklung, die unsere Mobilität entscheidend verbessern wird, durch eine Information im Turmforum in Stuttgart mit zu begleiten.

     

  • Vereidigung von OB Gunter Czisch durch Stadträtin Helga Malischewski

     

    Ich darf Sie nun, lieber Herr Czisch, bitten, den nach dem

    Landesbeamtengesetz (§47) vorgeschriebenen Eid zu leisten und

    die ebenfalls im Gesetz vorgesehene Verpflichtungserklärung als

    Mitglied gleichzeitig des Gemeinderats der Stadt Ulm abzugeben.

    Es ist der Ruf der Schwörglocke, der Sie vom nahen Münster herüber

    klingend begleitet. Der Sie daran erinnern soll, dass Sie auch als erster

    Bürger dieser Stadt nur mit weltlicher Autorität ausgestattet sind und

    der Sie mahnt, dass Ihre letzte Verantwortung vor Gott Bestand haben muss.

     

    Die Eidesformel lautet:

    Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können

    führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die

    Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtig-

    keit gegenüber jedermann üben werde. So wahr mit Gott helfe!

    Gunter Czisch spricht unter Erheben der rechten Hand:

     

    Ich schwöre es, so wahr mir Gott helfe

     

    Es folgt die Verpflichtungserklärung nach § 42 Absatz 6 der Gemeinde-

    ordnung für Baden-Württemberg.

     

    Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissen-

    hafte Erfüllung meiner Pflichten, insbesondere gelobe ich, die Rechte der

    Stadt gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach

    Kräften zu fördern.

     

    Gunter Czisch: Ich gelobe es

     

    Damit hat die Stadt Ulm einen neuen Oberbürgermeister. Ich hoffe, im

    Namen aller Bürgerinnen und Bürger zu sprechen, auch des gesamten

    Gemeinderats, wenn ich einen Wunsch, passend zum Klang der Schwör-

    Glocke, auf den Weg geben darf:

    Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,

    sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit

     

    Herzlichen Dank! Helga Malischewski 29. Februar 2016

    Vereidigung

    Vereidigung1

    Vereidigung2

     

     

    Bildrechte: Augsburger Allgemeine, YouTube, Donau 3 FM

  • Abschiedsrede von Helga Malischewski für den scheidenden OB Ivo Gönner

     

     

     

    Nachdem jetzt wichtige Persönlichkeiten unserem Herrn Oberbürgermeister zum Karriereende das politische „Halali“ geblasen haben, ist es mir als der „Dienstältesten“ am Ratstisch zuteil geworden, im Namen der Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen Ivo Gönner Dank und Respekt für den beispielhaften Einsatz seines Arbeitslebens zum Wohle unserer Stadt Ulm zu bekunden.

    Ganz persönlich wollte ich ja eine Trauerrede halten, wir sind immerhin 31 Jahre an einem Tisch gesessen. Sie, Herr Oberbürgermeister sagten jedoch beim Neujahrsempfang „ein Amtswechsel ist ein völlig normaler Vorgang und kein Staatsbegräbnis“. Also halte ich mich daran. 

    Sie, verehrte Gäste aus nah und fern, sind aus Gründen der Wertschätzung und Anerkennung für einen Mann gekommen, der aus einem Amt scheidet, das er mit einer Hingabe gelebt hat, wie man es selten findet. Er liebt die Menschen und die Ulmer Bürgerschaft hat es gespürt. Im guten Sinne darf man Ivo Gönner als einen Menschenfänger bezeichnen. Für ihn war es mehr als ein Job, mehr als eine Pflichterfüllung. Obwohl immer und überall Ivo Gönners eloquente, manchmal auch ironisch-sarkastische, aber immer zielorientierte Art zu arbeiten, bis weit im Land aufmerken ließ, hat er oft auch gelitten, wenn aus dem Ratskreis der politischen Entscheider und Entscheiderinnen Beiträge von unglaublicher Nullbrisanz hochgejubelt wurden. Wenn wir, der Gemeinderat zur zehnten Wortmeldung zum gleichen Thema die Hände reckten, hörte er mit einer Geduld und Ruhe zu. Aber dann musste man aufpassen, er fasste die Diskussionen zusammen und dann gings ganz schnell zur Abstimmung, für manchen zu schnell. 

    Eines möchte ich auch nicht verschweigen. Es gibt Stimmen, die werfen dem Gemeinderat immer wieder vor, er wäre unter Ivo Gönner zum Abnickverein degradiert. Man kann diese Annahme von zwei Seiten betrachten. Die Verwaltung ist dazu da, Vorschläge und Weichenstellungen für die Zukunft dem Gemeinderat zu unterbreiten. Natürlich wird diskutiert und gerungen und am Ende findet man sich und stimmt meistens mehrheitlich ab. Der Gemeinderat kann auch der größte Störfaktor im Rathaus sein, ohne diesen Faktor Demokratie wäre so ein OB – Job eine tolle Geschichte . Aber es kann auch anders laufen, man streitet um des Streitens und der Profilierung willen, wir können dies auch in anderen Kommunen beobachten und was kommt dabei heraus? Wichtige Entscheidungen werden blockiert, das Klima im Rat ist vergiftet, Verwaltung und Gemeinderat trauen sich nicht mehr über den Weg. So kommt man auch nicht zum Ziel und die Bürgerschaft hat dafür kein Verständnis. 

    Ja, und dann sein Gedächtnis. Große und kleine Ereignisse, die vor Jahren mal passiert sind, hat er noch im Detail im Kopf, es ist eine Gottes Gabe, ebenso seine legendären Grußworte bei den unterschiedlichsten Anlässen. Er findet immer die richtigen Worte, sei es beim Kleingärtnerverein oder an der Universität oder bei einem Empfang in einer Stadt an der Donau, wo die Demokratie noch nicht weit fortgeschritten ist. 

    Ivo Gönner war – wie der Name schon sagt – einer , der sich die Freiheit gönnte, auch anderen die Freiheit ihrer Meinung zu gönnen „Redlich und allen ein gemeiner Mann zu sein“ schwor er 24 Jahre vom Balkon des Schwörhauses. Sagte, was gesagt werden musste, immer am Ball der Zeit, sagte aber auch, was geleistet wurde und noch zu tun sei. 

    Und es ist ein hartes Brot, was er mit den Autoritäten in der Verwaltung und dem Gemeinderat gebacken hat und was jetzt durchgebissen und geschluckt werden muss. Er hat gesät und kann jetzt in Ruhe den Erntehelfern zusehen. Ich will gar nicht aufzählen, was da für Brocken aufs Gleis gesetzt wurden, aber „Ivo Gönner wir stemmen das“. 

    Was weniger bekannt ist aus dem Amtsleben eines Oberbürgermeisters und oft hinterfragt wird, sieht so aus: Ein Oberbürgermeister sitzt in einem schönen Zimmer im Rathaus, das von zwei Vorzimmerdamen bewacht wird. Sein Zimmer hat noch einen zweiten Ausgang, durch den er ungesehen entweichen kann, wenn sich beispielsweise ein Besucher nähert, den er heute oder überhaupt nicht empfangen will. Der Oberbürgermeister hat für das operative Geschäft, das in so einem Rathaus anfällt, noch drei Bürgermeister für Sachen, wo er sich nicht unbedingt auskennen muss. Die Finanzen etwa, den aktuellen Baustil, die intellektuelle Kultur oder das IT-Wesen. Er bekommt alles auf seinen Tisch, was die Sekretärin oder ein persönlicher Referent für wichtig und zumutbar hält. Er wirft einen Blick darauf und macht sein Kürzel an eine Ecke. Dann gibt die Sekretärin das in einen Verteiler oder an einen zuständigen und immer hoch loyalen Beamten im Rathaus weiter. 

    Natürlich kennt er nach so langer Amtszeit viele Bürger, die in der Innenstadt aufkreuzen. Er schaut immer freundlich, weil er weiß, dass ihn alle kennen.   N e i n Die richtige Wahrheit ist aber: OB ist ein Knochenjob, Überstunden am Ratstisch, Spatenstiche für alles Mögliche, Aufsichtsräte, Städtetag, Donaustädte, Grand openings, Vereine, Wohnraum für Alle , Bauunterhalt des Münsters, Stadtwerke und Geld, Sedelhöfe und Geld, Straßenbahn und Geld, Leise und Anti-leise, immer mehr Hochbetagte und der Kampf Fußgänger gegen Radler, Radler gegen Autos . . bis hin zur Denkmalpflege und Müllentsorgung. Alles auf dem OB-Schreibtisch gewesen und fast alles Gönner-kopfgespeichert. Vierundzwanzig lange, erfolgreiche Jahre. Und wir Gemeinderäte waren dabei, haben durch unsere Entscheidungen zum Wohle der Stadt Ulm mitgewirkt. 

    Deshalb dürfen wir heute alle sagen: (Ich sags schwäbisch) „Mir waret Ivo“. Erlauben Sie mir noch eine Anekdote, da ja heute viele Oberbürgermeister und Bürgermeister anwesend sind. Ein Tipp aus dem OB-Besprechungszimmer: Man kommt zum Termin an den runden Tisch, für Frauen eine Raumtemperatur von gefühlten 10 Grad Celsius. Nach einer halben Stunde fröstelt man und ist froh, wenn die Besprechung zu Ende ist. Der Hinweis, es wäre nicht sehr warm im Raum, wird von OB Gönner so kommentiert: Ziehet halt einen Kittel mehr an. 

    Was sagt uns das? Ist es die Ökologie, Wärme zu sparen oder sollen die Besprechungen ein früheres Ende haben? Sie können es sich aussuchen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. 

    In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit und auch Ivo Gönners Abneigung gegen lange Reden, beende ich meine Ausführungen mit einem Dank an seine Ehefrau Susanne, die ihm seine Berufung in bewundernswerter Weise gewähren ließ, seinen Kindern Sabina und Sebastian für das Verständnis der öfteren Abwesenheit in den 24 Jahren seiner Amtszeit als Oberbürgermeister. 

    Lieber Herr Gönner, Sie wissen, Erfolg ist Vergangenheit, aber Zukunft ist eine neue Chance für Erfolg weil Sie ja gar nicht weg sind, sondern bloß woanders sind Sie eigentlich immer noch da. Im neuen/alten Job als Jurist wünscht Ihnen Ihr Gemeinderat das Beste schauen Sie halt mal im Rathaus vorbei Sie sind immer gern gesehen. 

    Ganz persönlich wünsche ich Dir lieber Ivo eine gute, erfüllte Zeit, verbunden mit dem Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

     

    Helga Malischewski

    1. Februar 2016

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Nachlese Heiter Politischer Aschermittwoch

    Impressionen vom Aschermittwoch der FWG im Pfarrheim in Söflingen.

     

    FWG Aschermittwoch 2016-108 FWG Aschermittwoch 2016-115 FWG Aschermittwoch 2016-121 FWG Aschermittwoch 2016-137 FWG Aschermittwoch 2016-151 FWG Aschermittwoch 2016-157 FWG Aschermittwoch 2016-167 FWG Aschermittwoch 2016-173 FWG Aschermittwoch 2016-194 FWG Aschermittwoch 2016-204 FWG Aschermittwoch 2016-209 FWG Aschermittwoch 2016-210 FWG Aschermittwoch 2016-217 FWG Aschermittwoch 2016-222 FWG Aschermittwoch 2016-228 FWG Aschermittwoch 2016-242 FWG Aschermittwoch 2016-246 FWG Aschermittwoch 2016-253 FWG Aschermittwoch 2016-263 FWG Aschermittwoch 2016-275 FWG Aschermittwoch 2016-291 FWG Aschermittwoch 2016-298 FWG Aschermittwoch 2016-301

  • Nachlese Valentinsempfang

    einige Impressionen vom Valentinsempfang der Freien Wähler in Ulm.

    Viel Freude beim betrachten.

    FWG Valentin 2016-168 FWG Valentin 2016-132  FWG Valentin 2016-138 FWG Valentin 2016-168  FWG Valentin 2016-174 FWG Valentin 2016-187 FWG Valentin 2016-194 FWG Valentin 2016-213 FWG Valentin 2016-216 FWG Valentin 2016-227 FWG Valentin 2016-235 FWG Valentin 2016-241 FWG Valentin 2016-244 FWG Valentin 2016-247 FWG Valentin 2016-280 FWG Valentin 2016-292 FWG Valentin 2016-307 FWG Valentin 2016-309 FWG Valentin 2016-313 FWG Valentin 2016-318 FWG Valentin 2016-330 FWG Valentin 2016-347 FWG Valentin 2016-360 FWG Valentin 2016-363 FWG Valentin 2016-373 FWG Valentin 2016-375 FWG Valentin 2016-381 FWG Valentin 2016-386 FWG Valentin 2016-393 FWG Valentin 2016-395 FWG Valentin 2016-397 FWG Valentin 2016-405 FWG Valentin 2016-410 FWG Valentin 2016-418 FWG Valentin 2016-420 2 FWG Valentin 2016-428 FWG Valentin 2016-438 2 FWG Valentin 2016-442 2 FWG Valentin 2016-447 2 FWG Valentin 2016-449 2

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